Curdin

Ich gehe meinen Weg.
Auf meine Art. Und immer weiter.


Schwingen ist meine grosse Leidenschaft und Ambition. Auf meinem bisherigen Weg konnte ich 77 Kränze und 8 Kranzfestsiege erringen. Ich stand im Schlussgang am Unspunnen-Schwinget und habe drei Eidgenössische Kränze gewonnen. Aber am besten, wir fangen von vorne an.

Erste Schritte im Sägemehl

Als Zwölfjähriger kam ich so richtig zum Schwingsport. Das habe ich meinem Vater zu verdanken. Schon als Buben habe ich ihm beim Schwingen zugeschaut und gewusst: das will ich auch. Also habe ich wie er zuerst Judo gemacht und dann mit Schwingen begonnen. Sport gehörte bei uns Orliks einfach dazu, die Freude an der Bewegung wurde uns in die Wiege gelegt.

Curdin Orlik als Bub im Sägemehl
Hände voller Sägemehl

Erste Erfolge, erste Rückschläge

Mit der Unterstützung meiner Familie und einem anspornenden Umfeld wechselte ich bald zu den aktiven Schwingern. Es ging in grossen Schritten voran. Erste Rückschläge steckte ich weg. Doch als 2011 mein Kreuzband riss, warf es mich stärker aus dem Ring als gedacht. Zwar verfolgte ich meinen Weg weiter, doch ohne genaue Orientierung. Die Schritte wurden kleiner, die Kränze weniger.

Erster Eidgenössischer Kranz

Es war eine Niederlage, die mich wieder auf Erfolgskurs brachte. 2016 schaffte ich die Selektion am Eidgenössischen in Estavayer, doch ich verlor den entscheidenden Gang um das begehrte Eichenlaub. Dies öffnete mir die Augen. Ich spürte, dass ich den Sieg in mir gehabt – aber den Kranz verpasst hatte. Von da an sah ich mein Ziel klarer denn je. Ich setzte Prioritäten, trainierte fokussierter und machte im folgenden Jahr mit der Schlussgangqualifikation am Unspunnenfest einen entscheidenden Schritt vorwärts. Am ESAF 2019 in Zug war es dann so weit: ich gewann meinen ersten Eidgenössischen Kranz. 

Curdin Orlik mit Eichenlaub-Kranz
Curdin Orlik auf einer Wiese

2020 – trotz allem ein starkes Jahr

Im März entschloss ich mich zu meinem Coming-out (zum Magazin-Artikel). Für mich ein prägender und wichtiger Schritt. Aber vielleicht auch für andere. Immerhin war ich damit der erste aktive Schweizer Spitzensportler, der hinsteht und sagt, was Sache ist. Befreit und voller Tatendrang war ich parat für kommende sportliche Herausforderungen. Doch was kam, war die Meldung, dass die Schwingsaison wegen Corona abgesagt wird. 

2021/2022 – es geht speziell weiter

Endlich startete die neue Schwingsaison, wenn auch erst im Juni. Im September hatte sie bereits ihren Höhepunkt mit dem Kilchberger Schwinget. Gerade weil es ein prestigeträchtiges Schwingfest ist, war ich mit meiner Leistung nicht ganz zufrieden.

Im Jahr 2022 stand ich schliesslich vor dem Höhepunkt der Saison: das Eidgenössische Schwingfest in Pratteln. Dort konnte ich eine sehr gute Leistung zeigen und sicherte mir den 4. Platz, was mir meinen zweiten Eidgenössischen Kranz einbrachte.

Curdin Orlik beim Krafttraining
Curdin Orlik im Zweikampf am Eidgenössischen Jubiläumsschwingfest in Appenzell 2024

2024/2025 – weitere Höhepunkte im Sägemehl

2024 durfte ich am Eidgenössischen Jubiläumsschwingfest in Appenzell mit dem dritten Rang einen besonderen Erfolg feiern. Ein Jahr später folgte der nächste grosse Höhepunkt: Am Eidgenössischen in Mollis sicherte ich mir meinen dritten Eidgenössischen Kranz. Ein schöner Moment, der mich stolz macht und motiviert, meinen Weg mit voller Überzeugung weiterzugehen.

Neue Kraft, klares Ziel

2026 lief es leider nicht wie erhofft. Eine Schulterverletzung am Schwarzsee-Schwinget bremste mich aus. Solche Rückschläge gehören zum Sport, auch wenn man sie lieber auslassen würde. Jetzt gilt es, der Schulter Zeit zu geben und Schritt für Schritt wieder aufzubauen.

Mein Blick geht bereits nach vorne: zum Eidgenössischen 2028 in Thun. Ein Eidgenössisches an meinem Wohnort – das ist ein besonderer Ansporn. Bis dahin wartet viel Arbeit. Ich freue mich darauf.

Unterschrift Curdin Orlik
Curdin Orlik mit dem Eidgenössischen Kranz in Mollis 2025
IP-Suisse Hochuli AG Kurt Wohndesign AG